Electric SOUL YOGA – wie wird man eigentlich ein Yogi?

So, da saß ich nun. Bereit für eine Yoga Stunde. Im Stadtteil Studio City in Los Angeles. Bei knapp 30 Grad Celcius werden 75 Minuten lang Übungen gemacht. Viel Core, Stärke und Balance. Yoga sieht immer so toll aus finde ich und die sogenannten Yogis sind immer so entspannt und haben meist tolle Körper! Grund genug, auch dazu gehören zu wollen.

Grundsätzlich würde ich mich für gut trainiert halten… Heute habe ich dann nach nur 10 Minuten ganz anders gedacht. Die Lehrerin super süß und sehr freundlich. So falsch ich die Übungen auch machte, sie wurde nie müde mir Mut zuzusprechen. “You go girl” “You are nearly there Sweetheart!” Dabei bin ich mir sicher, wir beide wussten, dass das gelogen ist, aber es tat gut und es gab mir Selbstbewusstsein weiter zu machen und nicht einfach den Kurs vorzeitig stampfend, sauer und kindisch zu verlassen.

Wie gesagt, so unmöglich und bodenlos schlecht ich ausgesehen haben muss, genau so gut tat es! Muskeln und Sehnen wurden bewegt, gestreckt und geschoben, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren. Zwischendurch fühlte ich mich aber wirklich wie Schwarzenegger beim Ballett inkl. Tutu. Aber ich hielt durch. Dann kamen die “Hebefiguren”. Die Positionen in denen man sich selbst mit eigenem Körpergewicht hochhebt. Das war der Moment, wo ich dachte nun verlässt das Yoga definitiv deinen Geist, Körper und alles andere was du mit dir rumträgst und landet ohne zu bremsen auf dem harten Holzboden.

Kurz gesagt: von den 4-5 Posen habe ich gerade mal 1 geschafft! Die Krähe/Kakasana war mir gnädig. Genug Selbstbewusstsein für einen Tag getankt. Somit lies ich die folgenden Übungen wie Handstand mit 90 Grad angewinkelten Beinen etc. weg, um stolz in der Childpose zu erstarren. Gemacht, getan, erledigt.

Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für Yoga – ich werde es aber nicht abhaken, denn ich merke, dass mein Körper es mag, wenn auch erst danach.

Yoga heißt übersetzt sowas wie Vereinigung/Integration. Auch wenn ich mich davon die meiste Zeit in den 75 Minuten weit entfernt fühlte, ich habe es genossen, an meiner ganz persönlichen Wiedervereinigung zu arbeiten und wenn ich darf, werde ich wiederkommen.

In diesem Sinne Namaste.

Electric Soul Yoga

PS: gegessen habe ich direkt danach bei “Lemonade”.

Electric Soul Yoga

Der Name lässt vermuten, dass es sich um viel Zucker und Ungesundes handelt. Nicht der Fall. Viel Rohkost-Salat und die berühmte Limonade besteht wahlweise aus Gurke, Limone, Grapefruit etc.

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