Das 21 Tage Prinzip – wieso mit der Zeit alles leichter wird

Aller Anfang ist schwer? Jepp, das kann ich unterschreiben,  oder wie siehst du das? Ich sage nur: Weniger Alkohol trinken. Nicht mehr naschen. Joggen gehen. Rauchen aufhören. Meistens ist es ja so, dass man sich für solche Vorsätze zwei, drei Mal motiviert aufrafft. Ehe dann alles wieder vergessen ist, und man in den gewohnten Trott verfällt.

„Joggen? Ach nö, ich habe so lange gearbeitet, da ist die Couch bequemer.“ Und so weiter und so fort.

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, diesen bequemen Schweinehund, dieses nervige Biest, das dir das Leben da schwer macht, zu überlisten. Das geht ganz einfach, wenn man erst mal verstanden hat, wieso einen alte Gewohnheiten immer wieder einholen. Man sagt nicht umsonst, der Mensch „ist ein Gewohnheitstier“. Gewohnheiten geben Sicherheit, sie beruhigen, während Veränderungen sich erst mal bedrohlich anfühlen. Deshalb leitet man das Wochenende mit einem Glas Prosecco ein, und deshalb gibt es nach jedem Mittagessen ein Stückchen Schokolade. Das alles sind Rituale, bei denen man nicht nachdenken muss und quasi im Autopilot handelt.

Genau diesen Autopiloten kannst du dir für neue gewünschte Gewohnheiten, Veränderungen, die das Leben schöner machen sollen, zum Freund machen. Dafür musst du 21 Tage lang dranbleiben und die neue gewünschte Verhaltensweise am besten täglich ausüben. Durchhalten ist hier das Stichwort – wenn du dir zum Beispiel vorgenommen hast, zukünftig mehr Sport zu machen, zieh das Programm drei Wochen lang durch – am besten täglich, wie lange spielt dabei keine große Rolle. Nach dieser Zeit akzeptiert dein Unterbewusstsein die neue Verhaltensweise als Gewohnheit.

Du kannst dir das Leben einfacher machen, wenn du dich regelmäßig belohnst. Die bessere Figur und verbesserte Fitness sind als Belohnung zu schwammig. Besser ist: „Wenn ich heute Morgen Sport gemacht habe, setze ich mich mit einem Kaffee auf den Balkon.“ So hast du direkt eine Motivation – denn keiner tut gern etwas, ohne dafür belohnt zu werden.

Übrigens, wenn wir uns Gewohnheiten abgewöhnen wollen, funktioniert das Ganze etwas besser, wenn wir uns kleine Zwischenziele stecken. Statt gleich zu sagen „Nie mehr Schokolade“ nehmen wir uns lieber vor „heute“ keine Schokolade zu essen. Zu starke Regeln können einem nämlich die Kraft für den Verzicht nehmen.  Also: „Heute fange ich an.“ Sag dir das 21 Tage lang und schon ist aller Anfang gar nicht mehr so schwer. Eigentlich ganz einfach, oder?